Lightailing Beleuchtung für das LEGO Boutique-Hotel REVIEW | Set 10297

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Wir schauen uns die Lightailing Beleuchtung für das LEGO Boutique-Hotel an | Set 10297

Einleitung und Kontext

Unter der Marke Lightailing werden preisgünstige Beleuchtungen angeboten, die besonders auch für Anfänger geeignet sind. Anders als die Beleuchtungen der Marke BriksMax , der gleichen Firma, als auch die Light My Bricks Beleuchtungen der Konkurrenz, werden diese Eigenschaften mit fertig verlöteten Beleuchtungssträngen erkauft.

Diese werden anstelle von einzelnen leuchten, die zusammengesteckt werden müssen, verwendet. Das schränkt die Wiederverwendbarkeit und MOC-Eignung natürlich etwas ein.

Wir haben bereits einige Vergleiche zwischen den verschiedenen Marken und Konzepten durchgeführt auf Merlins Steine, so zum Beispiel zwischen Lightailing und BriksMax oder eben auch zwischen Light My bricks und BriksMax.

Heute schauen wir uns die Lightailing Beleuchtung für die Icons Boutique-Hotel an.

Verpackung

In dem Hochglanzkarton finden sich eine Anleitung, die Beleuchtungsketten und LEGO-Teile in vier Tüten und auch eine Batteriebox. Letzteres ist im Grunde ein mit Noppen versehener Kasten mit USB-Anschluss, in den batterien eingelegt werden.

Der Hersteller legt diesen Kasten allen Lightailing und BriksMax Beleuchtungen bei, aber auch ihren eigenen, beleuchteten Sets, die unter der Marke Funwhole vertrieben werden. Ich benutzte lieber wiederaufladbare Powerbanks oder besser noch USB-Netzteile, die ich in großen Mengen noch aus so vielen Mobiltelefon- und Tablet-Generationen vergangener Tage übrighabe.

Die Tüten der Elektronik sind Zip-Lock Beutel, die recht steif sind, um den wertvollen Inhalt zu schützten. Die Wiederverwertbarkeit der Beutel ist dadurch allerdings eingeschränkt. Die verwendeten Klemmbausteine sind original LEGO .

Anleitung

Beginnen wir nun mit dem Bau. Die Anleitung erklärt den eigentlich überschaubaren Einbauprozess in sehr detaillierten 132 Bauschritten. Das ist gut gemeint, schießt allerdings über das Ziel hinaus. Um so viele Bauschritte in ein Heft zu bringen, das in den kleinen Karton noch passt, werden die meisten Seiten mit vier Bauschritten versehen. Das bedeutet 8 x 6 cm große Fotos, die oft zumindest ein komplettes Modular Gebäude Stockwerk erfassen müssen, um die Kabelführung zu demonstrieren.

Man wünscht sich hier oft eine Lupe zur Hand. Zudem ist die Anleitung einmal gefaltet worden, um in den kleinen Karton zu passen. Im Ergebnis wünscht man sich neben der Lupe auch weitere Hände, um die Anleitung flach auf den Tisch zu drücken.

Die digitale Anleitung hat dieses Problem nicht und kann auf der Lightailing Webseite heruntergeladen werden. Allerdings ist das PDF etwas unglücklich strukturiert. Eine PDF-Seite beinhaltet eine Doppelseite der Anleitung, also acht Bauschritte. Hier ist viel manuelles Zoomen notwendig. Ein Bauschritt pro PDF-Seite wäre mir da lieber gewesen.

Der Einbau

Der Ein-bzw. Umbau erfolgt in vier Schritten. Eine entsprechende Anzahl an fertig verlöteten Elementen, jeweils in einer eigenen nummerierten Tüte, liegen bei. Das heißt, bei mir waren es fünf. Eines lag doppelt bei, ich vermute mal ein Versehen.

Im Erdgeschoss bauen wir das Startelement an, an dem sich auch der USB-Stecker für die Stromversorgung befinden. Das Kabel zum Stecker wird nach hinten aus dem Gebäude heraus befördert. Das Element hat zwei gelbe LEDs am Eingang, zwei gelbe LEDs auf dem Dach des El Cubo, eine weiße Innenbeleuchtung für das El Cubo und eine Straßenlaterne. Letzteres ist ein komplett fertiges Element, also eine weiße Straßenlaterne mit einer verbauten Leuchte.

Ein nachträglicher Einbau in die LEGO-Straßenlaterne wäre nicht möglich, da die Laternenmasten bei LEGO nicht hohl sind. Das machen andere Hersteller, die Beleuchtungen im Blick haben anders. Bei den beleuchteten Mould King Novatown Sets zum Beispiel liegen Laternen bei, die Innen tatsächlich hohl sind, für die Kabelführung. Diese habe ich zum Beispiel letztes Jahr in meinem Winterdorf verwendet.

Was auch an diesem Element hängt, ist der Kontakt für das darüberliegende Geschoss. Das ist eine sehr schöne Funktion von diesen Beleuchtungen, dass die Modularität des Gebäudes erhalten bleibt. Im Grunde werden Kontaktübergänge zwischen allen Stockwerken geschaffen. Das sind keine Stecker, sondern Kontaktplatten, die durch Anpressdruck den Stromübergang schaffen.

Der Anpressdruck kommt sowohl von den Noppen der Stockwerksbefestigung als auch vom Gewicht der darüber liegenden Stockwerke. Im obersten Stockwerk ist entsprechend weniger Gewicht. Hier liegen Teile dabei, um mit zusätzlichen, von LEGO nicht vorgesehenen, Noppen nachzuhelfen.

Insgesamt funktioniert das System stabil. Ja, es muss etwas zusätzlich gedrückt werden, wenn die Stockwerke aufzusetzen sind, aber dann ist es stabil. Ich habe das Gebäude jetzt schon einige Wochen so stehen und schalte die Beleuchtung regelmäßig ein. Meine Befürchtung, dass die Noppen irgendwann nachgeben und nicht mehr genug Anpressdruck für die Kontakte aufbringen können, hat sich bisher nicht bewahrheitet.

Es gibt auch Negativbeispiele für das System. Beim The Lighthouse of Alexandria reicht der Druck teilweise kaum für die Kontakte aus bzw. muss die Seite des Turmes, wo die Kontakte sind, überproportional angedrückt werden, was zu einem schiefen Turm führen kann.

Zurück zu unserem Set hier. Wir gehen jetzt in den ersten Stock und verbauen hier an die Unterseite die Deckenbeleuchtung für das Erdgeschoss. Die Beleuchtungselemente sind jetzt immer sehr ähnlich bis zum Obergeschoß. Mehrere weiße LEGO Plates, in die weiße LEDs fest eingeklebt wurden sind in Reihe geschaltet. Dazu wird jeweils eine auf eine Fliese aufzuklebende Kontaktplatte zu Weitergabe ans nächstdarüberliegende Geschoss und eine Plate mit kleinen Federkontakten zu Aufnahme vom darunterliegenden Geschoss. Das im Dach zu verbauende letzte Element hat keine Platte mehr zum Weitergeben.

Grundsätzlich ist der Einbau unproblematisch und da so ein Modular, wie das Icons Boutique-Hotel , viel Platz hat, um die Kabel zu verlegen muss auch fast nichts umgebaut werden. Da hatte ich beim Nachrüsten der LEGO Star Wars Dioramen deutlich mehr zu tun.

Selbst Grobmotoriger sollten keine Probleme haben, da fast immer genug Platz ist. Wenn die winzigen Anleitungsbilder nicht teilweise Adleraugen verlangen würden, wäre der Einbau sehr einfach.

Was die Erhaltung der Modularität des Gebäudes auch ermöglich, ist dass nach jedem Element das verbaut wurde, sehr einfach Beleuchtungstests durchgeführt werden können. Das schafft Sicherheit.

Teilequalität

Die Beleuchtungen dieses Herstellers sind bei mir bereits seit einigen Monaten im Dauersatz in ihrer Bestimmung als Wohn- und Arbeitszimmerbeleuchtung in Klemmbausteinen. Bisher kann ich keinerlei Probleme feststellen. Ein wirklicher Langzeittest ist das aber nicht. Hier wird abzuwarten sein, wie lange sie am Ende durchhalten. Ansonsten ist die Teilequalität, soweit es die Bauerfahrung und die Sichtprüfung angeht, einwandfrei.

Einschätzung und Fazit

Diese Beleuchtung wird bei Amazon für 57 Euro verkauft. Das ist nicht wenig Geld, zumal die Wiederverwendbarkeit möglich, aber eingeschränkt ist. Das analoge BriksMax Set kostet allerdings 90 Euro und ist wegen der winzigen Stecker sicher auch komplexer im Einbau und es hat deutlich mehr Kabel, die versteckt werden müssen.

Es spricht also einiges für die Lightailing Variante, zumal es immer wieder mal Rabatte gibt.

Insgesamt haben mir Bauerfahrung, Beleuchtungsergebnis und das Preis-Leistungs-Verhältnis gefallen. Unsere neue Wohnzimmerlampe macht uns viel Freude!

Danke fürs Lesen!