Mork Coffee Home COMMUNITY REVIEW | Set 031062

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Mork Coffee Home COMMUNITY REVIEW | Set 031062 | aus 2022 | 1512 Teile | 23 Teile bedruckt | 115 Bauschritte | 21 x 16 x 20.5 (B x H x T) cm

Dies ist ein Beitrag von unserer Klemmbaustein Korrespondentin Rabenfrau. Werft auch mal einen Blick auf Qi Zhi Le Epiphyllum REVIEW | Set 92034 und Mork Ökologischer Park REVIEW | Set 031063.

Allgemeines

Bestellt habe ich das Set bei Jointoy in China, da das der einzige Shop war, der es zum Zeitpunkt der Bestellung im Angebot hatte. Es wurde ohne OVP geliefert, weshalb ich zum Karton und seiner Gestaltung nichts schreiben kann. Das Päckchen war jedoch sehr sorgfältig gepackt und das Set kam unbeschädigt hier an. Der zum Set gehörende, rote Teiletrenner war in einer der letzten Tüten.

Dem Set liegt zudem eine Beleuchtung bei, die mir einen nur wenig vertrauenerweckenden Eindruck machte. Daher habe ich darauf verzichtet, sie einzubauen. Die 1512 Teile, aus denen das Coffee Home gebaut wird, sind auf drei Bauabschnitte aufgeteilt. Bauabschnitt eins enthält 41, der zweite 52 und der dritte 22 Bauschritte.

Die Bauanleitung liegt als klammergebundenes Heft, im Querformat vor, das Papier wirkt hochwertig und das Druckbild ist klar. Trotzdem treten auch bei dieser Anleitung wieder die bekannten Probleme mit der Farbdarstellung auf.

Alles, was bereits gebaut wurde, wird in der Anleitung ausgegraut, neue Teile werden in Vollfarbe dargestellt. Zudem weisen Pfeile darauf hin, an welcher Stelle die Teile ein- und angebaut werden sollen. Gelegentlich passt zwar die Perspektive nicht ganz, was aber nicht wirklich problematisch ist.

Teilequalität

Die Teile für das Coffee Home sind von Xingbao und entsprechend von nicht wirklich hoher Qualität. Zum Teil war die Klemmkraft so hoch, dass man fast Gewalt anwenden musste, um sie zusammen zu bringen. Besonders bei den Plates und Fliesen auf den gebauten Bodenplatten war auch bei diesem Set wieder der Mould King Hammer mein bester Freund.

Wie auch schon in anderen Sets, in denen Xingbao -Teile Verwendung fanden, waren es auch hier wieder die 1x1er Fliesen Viertelkreis, die, bis auf wenige Ausnahmen, unbrauchbar waren. Die Klemmkraft ging gegen Null, daher mussten sie ausgetauscht werden. Die Oberflächen der Fliesen waren zudem stark zerkratzt. Zum Teil so stark, dass sie matt wirkten.

Auch die Passgenauigkeit der Teile war stellenweise sehr schlecht. Die drei großen Scheiben wurden zwar einzeln in einen kleinen Zipp-Beutel verpackt, waren aber trotzdem etwas zerkratzt. Auch die kleinen 1x2er Scheiben und die Trans Clear Paneele waren stark zerkratzt. Einige so sehr, dass sie fast blind waren. Hier half leider auch die Bearbeitung mit einer Kunststoffpolitur nicht mehr.

Schön waren die beiliegenden bedruckten Teile. Das ist etwas, was Xingbao wirklich gut kann.

Aufbau

Der Aufbau des Coffee Home beginnt mit dem Bau der Bodenplatten. Sie werden aus 15 Plates, 6x4 und 10 Plates, 4x4 zusammengesetzt, was lästig und unnötig ist, denn hier hätte man problemlos auch mit größeren Plates arbeiten können. Die Bodenplatten werden mit Fliesen und Plates in unterschiedlichen Größen überbaut.

Am Ende hat man zwei Bodenplatten, die am hinteren Rand mit einer Hinge-Plate verbunden werden, damit man das Gebäude später aufklappen kann. Eine Bar 1 x 3 with 2 Stud Receptacles (Telefonhörer) in Pearl Gold hält die Bodenplatten auf der gegenüber liegenden Seite zusammen. Das Pearl Gold ist leider der typische, leicht matte Farbton, wie man ihn auch von anderen Herstellern kennt.

Im Anschluss wird ein Teil der Wände und der Inneneinrichtung gebaut. Es entsteht zunächst ein Board, auf dem unter anderem eine Kaffeemaschine gebaut wird. Es folgt eine Theke, auf der eine kleine, gebrickte Kasse steht, ein Kaffeebecher und ein paar Kekse in einem Cookie Jar. Zum Abschluss wird noch die Tür gebaut, und nach 41 Bauschritten ist der erste Bauabschnitt beendet. Mir taten danach die Hände weh, da für das Aufnoppen der 1x2er und 1x4er Plates sehr viel Kraft nötig war.

Im zweiten Bauabschnitt wird weiter an der Inneneinrichtung gebaut. Über dem Board, auf dem die Geräte zur Kaffeezubereitung gebaut wurden, hängt eine Getränke- und Speisekarte. Sie ist nicht gedruckt. Hier soll, über drei gelbe 2x2er Fliesen hinweg, der einzige Aufkleber im Set angebracht werden, worauf ich verzichtet habe.

Außerdem baut man im linken Gebäudeteil einen “Baum”, der im Haus wächst, und dessen “Belaubung” immer wieder im Weg ist, wenn man die Wand davor weiter baut, und ständig weggedreht werden muss. Dieser linke Teil wird auch bis zu seiner endgültigen Höhe gebaut. Am Ende des zweiten Bauabschnitts ist, nach 52 Bauschritten, das Gebäude im Erdgeschoss, rundherum geschlossen.

Es folgt der dritte Bauabschnitt, in dem die letzte Reihe an Bricks für die Wände im rechten Gebäudeteil aufgesetzt wird. An der Front und der rechten Außenseite wird zudem noch eine Reihe Fenster in 1x2x2 angebracht, womit dann auch im rechten Gebäudeteil die endgültige Wandhöhe erreicht ist.

Im Anschluss entsteht das Dach der rechten Gebäudehälfte, für das zunächst eine Konstruktion aus kleinen, schwarzen Fenstern in 1x2x2 und 1x2x3 gebaut wird. Die Fenster werden im Wechsel aufeinander gebaut: erst eine Reihe 1x2x2, dann 1x2x3, dann wieder 1x2x2. Sie sitzen, oben und unten, auf einer Reihe von 4 Headlight-Bricks, mit schlechter Passgenauigkeit. Diese Konstruktion wird zweimal gebaut. Die eingesetzten Scheiben sind leider arg zerkratzt, und auch eine Bearbeitung mit Kunststoffpolitur brauchte nur unwesentliche Besserung.

Die Klemmkraft der Fensterrahmen ist leider auch sehr schlecht, und wenn man die Headlight-Bricks auf die Plates aufnoppen will, aus denen der Rahmen für das Dach entstehen soll, hat man wieder einzelne Fenster in der Hand.

Ist die Dachkonstruktion dann endlich fertig, ist sie zumindest stabil genug, um sie auf die vorgesehenen Noppen aufsetzen zu können, ohne dass sie zu Bruch geht. Die Dachkonstruktion für die linke Gebäudeseite wird aus neun Fensterrahmen in 1x4x3 gebaut, und kommt ohne Scheiben aus. Sie war etwas einfacher zu bauen, da diese Rahmen ein wenig mehr Klemmkraft haben und daher nicht gleich beim ersten Anschauen auseinanderfallen.

Das Dach der linken Gebäudeseite wird auch nicht aufgenoppt, sondern mit dem (2 Noppen überstehenden) Rand der Konstruktion in eine Reihe Tile, Modified 1 x 2 with Bar Handle eingehängt, die den höchsten Punkt dieses Gebäudeteils bilden.

Zum Schluss folgt nur noch der Einbau der Beleuchtung, die ich jedoch weggelassen habe.

Fazit

Wer mit den beschriebenen Qualitätsmängeln leben kann, der hat mit dem Coffee Home ein optisch recht hübsches Gebäude, das mit wenigen Handgriffen auch so umgebaut werden kann, dass es nicht mehr aufklappbar ist, und in eine Klemmbaustein-Stadt eingebaut werden kann. Ein kleines Café, dass sich z. B. gut für eine innerstädtische Parkanlage eignet.

Würde ich dieses Set noch einmal kaufen? Nein, definitiv nicht. Denn auch wenn das Design wirklich gut gelungen ist, ist mir die Qualität doch zu schlecht und der Ärger beim Bauen zu groß. Sicher, es sind nur knappe 3 Cent pro Teil, wenn ich mir allerdings anschaue, was ich von Keeppley, z. B. bei dem Hong Kong Style Restaurant , für knapp 3 Cent pro Teil bekomme, dann ist MORK für mich einfach raus.

Danke fürs Lesen!