Lightailing Beleuchtung für den LEGO Jazzclub REVIEW | Set 10312

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Wir schauen uns die Lightailing Beleuchtung für den LEGO Jazzclub an | Set 10312

Einleitung und Kontext

Unter der Marke Lightailing werden preisgünstige Beleuchtungen angeboten, die besonders auch für Anfänger geeignet sind. Anders als die Beleuchtungen der Marke BriksMax , der gleichen Firma, als auch die Light My Bricks Beleuchtungen der Konkurrenz, bestehen sie aus fertig verlöteten Beleuchtungssträngen.

Diese werden anstelle von einzelnen Leuchten, die zusammengesteckt werden müssen, verwendet. Das schränkt die Wiederverwendbarkeit und MOC-Eignung natürlich etwas ein. Dafür sind sie etwas günstiger, deutlich leichter im Einbau und es sind weniger Kabel zu verstecken.

Ich habe mit dem Lightailing Kit Icons Boutique-Hotel und dem BriksMax Kit Marvel Sanctum Sanctorum bereits zwei Modular Gebäude beleuchtet, eines mit Lightailing und eines mit BriksMax. Ersteres hat mir mehr zugesagt. Das BriksMax ist schon gut, aber sehr aufwendig zu verbauen

Heute schauen wir uns das Lightailing Kit für den Jazzclub an.

Verpackung

In dem Hochglanzkarton finden sich eine Anleitung, die Beleuchtungsketten und LEGO -Teile in fünf Tüten. Dazu wie immer eine Batteriebox. Das ist im Grunde ein mit Noppen versehener Kasten mit USB-Anschluss, in den Batterien eingelegt werden.

Der Hersteller legt diesen Kasten allen Lightailing und BriksMax Beleuchtungen bei, aber auch ihren eigenen, beleuchteten Sets, die unter der Marke Funwhole vertrieben werden. Ich benutze lieber wiederaufladbare Powerbanks oder besser noch USB-Netzteile, die ich in großen Mengen noch aus so vielen Mobiltelefonen übrighabe.

Die Tüten der Elektronik sind Zip-Lock Beutel, die recht steif sind, um den wertvollen Inhalt zu schützten. Die Wiederverwertbarkeit der Beutel ist dadurch allerdings eingeschränkt.

Die verwendeten Klemmbausteine sind original LEGO. Das gilt sowohl für die Austauschteile, als auch für die Teile, welche in die die LEDs und Kontakte eingeklebt sind.

Anleitung

Beginnen wir nun mit dem Bau. Die Anleitung erklärt den überschaubaren Einbauprozess in sehr detaillierten 148 Bauschritten. Um so viele Bauschritte in ein Heft zu bringen, das in den kleinen Karton noch passt, werden die meisten Seiten mit vier Bauschritten versehen. Das bedeutet 8 x 6 cm große Fotos, die oft zumindest ein komplettes Modular Gebäude Stockwerk erfassen müssen, um die Kabelführung zu demonstrieren. Man wünscht sich hier oft eine Lupe zur Hand.

Die digitale Anleitung hat dieses Problem nicht und kann auf der Lightailing Webseite heruntergeladen werden. Allerdings ist das PDF etwas unglücklich strukturiert. Eine PDF-Seite beinhaltet eine Doppelseite der Anleitung, also acht Bauschritte. Hier ist viel manuelles Zoomen notwendig. Ein Bauschritt pro PDF-Seite wäre mir da lieber gewesen.

Merkwürdig war bei diesem Set, dass die Anleitung gefühlt einige Schritte auslässt. Auch musste häufig ein Teil wieder entfernt werden, welches gerade erst angebaut wurde. Das wirkt etwas konfus und stört, macht den Einbau aber nicht unbedingt schwerer.

Der Einbau

Der Ein- bzw. Umbau erfolgt in fünf Abschnitten. Eine entsprechende Anzahl an fertig verlöteten Elementen, jeweils in einer eigenen nummerierten Tüte, liegen bei.

Im Erdgeschoss bauen wir das Startelement an, an dem sich auch der USB-Stecker für die Stromversorgung befinden. Das Kabel zum Stecker wird nach hinten aus dem Gebäude heraus befördert.

Ich habe noch nie einen Beleuchtungsstrang mit so vielen LEDs in der Hand gehabt. 20 habe ich gezählt und obwohl man sich viel Mühe gegeben hat alles sauber aufzuwickeln und die verschiedenen Stränge einzeln zu fixieren, ist doch sehr schnell ein ziemliches Durcheinander entstanden.

Die riesige Menge an LEDs macht auch Sinn. Das Kit erfindet hier keine neuen Beleuchtungen, sondern erhellt schlicht alle Stellen, die vom LEGO-Design her als Lampen ausgelegt sind.

Den längsten Strang führen wir an die Vorderseite, um dort den Ticketschalter zu erleuchten. Das LEGO design sieht hier allein elf Leuchten mit trans-yellow 1x1 Plates vor und Lightailing geht hier keine Abkürzung. Alle werden durch Leuchten ausgetauscht.

Aber auch das große Schild wird angestrahlt und die beiden Lampen an der Wand genau wie die Straßenlaterne. Letzteres ist ein Fertigteil. Das gefällt mir deutlich besser als die LED beim BriksMax Kit Marvel Sanctum Sanctorum , da dort ein Kabel um die Laterne gewickelt werden musste.

Ein Einbau in die LEGO -Straßenlaterne ohne Kabel außen wäre nicht möglich, da die Laternenmasten bei LEGO nicht hohl sind. Das machen andere Hersteller, die Beleuchtungen im Blick haben, anders. Bei den beleuchteten Mould King Novatown Sets zum Beispiel, liegen Laternen bei, die innen hohl sind, für die Kabelführung.

Was auch an diesem Element hängt, ist der Kontakt für das darüberliegende Geschoss. Das ist eine sehr schöne Funktion von diesen Beleuchtungen. Somit bleibt die Modularität des Gebäudes erhalten. Es werden Kontaktübergänge zwischen allen Stockwerken geschaffen. Das sind keine Stecker, sondern Kontaktplatten, die durch Anpressdruck den Stromübergang schaffen.

Der Anpressdruck kommt sowohl von den Noppen der Stockwerksbefestigung als auch vom Gewicht der darüber liegenden Stockwerke. Im obersten Stockwerk ist entsprechend weniger Gewicht. Bei diesem Kit sind keine Austauschteile dabei, um zusätzliche Noppen zu schaffen für mehr Anpressdruck.

Insgesamt funktioniert das System aber stabil. Ja, es muss etwas zusätzlich gedrückt werden, wenn die Stockwerke aufzusetzen sind, aber dann ist der Kontak hergestellt. Ich habe so beleuchtete Gebäude jetzt schon einige Monate bei mir stehen und schalte die Beleuchtung regelmäßig ein. Dass die Noppen irgendwann nachgeben und nicht mehr genug Anpressdruck für die Kontakte aufbringen können, hatte ich bisher noch nie.

Es gibt auch Negativbeispiele für das System. Beim Funwhole The Lighthouse of Alexandria reicht der Druck teilweise kaum für die Kontakte aus. Es musste die Seite des Turmes, wo die Kontakte sind, überproportional angedrückt werden, was zu einem schiefen Turm geführt hat.

Zurück zu unserem Set hier. Wir gehen jetzt in den ersten Stock und verbauen hier an die Unterseite die Deckenbeleuchtung für das Erdgeschoss.

Die Beleuchtungselemente sind jetzt immer sehr ähnlich bis zum Obergeschoß. Mehrere graue LEGO Plates, in die weiße LEDs fest eingeklebt wurden, sind in Reihe geschaltet. Das im Dach zu verbauende letzte Element hat keine Platte mehr zum Weitergeben, dafür eine trans-yellow Tile mit LED, um das Gewächshaus auf dem Dach zu beleuchten.

Grundsätzlich ist der Einbau unproblematisch und da so ein Modular, wie der Jazzclub , viel Platz hat, um die Kabel zu verlegen, musste auch fast nichts umgebaut werden.

Selbst Grobmotoriger sollten keine Probleme haben, da fast immer genug Platz ist. Wenn die winzigen Anleitungsbilder nicht teilweise Adleraugen erfordern würden, wäre der Einbau sehr einfach.

Was die Erhaltung der Modularität des Gebäudes auch ermöglich, ist, dass nach jedem Stockwerk, das verbaut wurde, sehr einfach Beleuchtungstests durchgeführt werden können. Das schafft Sicherheit.

Teilequalität

Die Beleuchtungen dieses Herstellers sind bei mir bereits seit einigen Monaten im Dauersatz in ihrer Bestimmung als Wohn- und Arbeitszimmerbeleuchtung in Klemmbausteinen. Sie sind auch in meinen Videos im Hintergrund zu sehen.

Bisher kann ich keinerlei Probleme feststellen. Ein wirklicher Langzeittest ist das aber nicht. Hier wird abzuwarten sein, wie lange sie am Ende durchhalten. Ansonsten ist die Teilequalität, soweit es die Bauerfahrung und die Sichtprüfung angeht, einwandfrei.

Einschätzung und Fazit

Diese Beleuchtung wird bei Lightaling selbst für 49 Dollar verkauft, bei Amazon EU für knapp unter 70 EUR. Das ist nicht wenig Geld, zumal die Wiederverwendbarkeit möglich, aber eingeschränkt ist. Das analoge BriksMax Set kostet allerdings 20 Dollar mehr und ist wegen der winzigen Stecker sicher auch komplexer im Einbau und es hat deutlich mehr Kabel, die versteckt werden müssen.

Es spricht also einiges für die Lightailing Variante, zumal es immer wieder mal Rabatte gibt.

Insgesamt haben mir die Bauerfahrung, das Beleuchtungsergebnis und das Preis-Leistungs-Verhältnis wieder einmal gut gefallen. Unsere neueste Wohnzimmerlampe macht uns viel Freude!

📚 Sonstiges
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Danke fürs Lesen!